Freunde und Förderer des Seminars für Ländliche Entwicklung (SLE) e.V.
Freunde und Förderer des Seminars für Ländliche Entwicklung (SLE) e.V.

Studie "55plus"

Aufgrund des seit der Jahrtausendwende verstärkt wahrgenommenen demografischen Wandels mit seinen weitreichenden Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft und des seit den 1990-er Jahren zu beobachtenden Paradigmenwechsels in der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hat auf Anregung von Mitgliedern der Verein der Freunde und Förderer des Seminars für Ländliche Entwicklung e.V. an der Humboldt-Universität zu Berlin die Studie "Perspektiven der ‚Generation 55plus‘ in der Entwicklungszusammenarbeit" durch einen unabhängigen Gutachter erstellen lassen. Neudefinitionen inhaltlicher und regionaler Schwerpunkte, sowie veränderte Strukturen und Verfahren haben gerade die älteren Fachkräfte in der Internationalen Zusammenarbeit (IZ) vor besondere Herausforderungen gestellt.

 

Durch systematische Befragung von Angehörigen der „Generation 55plus“ in der EZ wird eine Selbsteinschätzung der Betroffenen, ihre Situation und ihr Potential, dargestellt. Durch intensive Gespräche mit Vertretern der wichtigsten Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und einigen Unternehmen der Consultingwirtschaft sollte in Erfahrung gebracht werden, wie potentielle Arbeit- bzw. Auftraggeber mit dem Generationswechsel in der deutschen EZ/IZ umgehen.

 

Das Durchschnittsalter der derzeitigen Fachkräfte in den Organisationen liegt bei 45 Jahren, d.h. die EZ wurde bisher mehr oder weniger von der Generation getragen, die jetzt schlagartig in Rente geht. Eine unübersehbar verstärkte Ausdünnung älterer Jahrgänge, insbesondere bei einigen staatlichen Organisationen, war mit einem erheblichen Verlust an Erfahrungswissen verbunden und hat zu Gegensteuerungen geführt. Die „Generation 55plus“ sieht neben empfundenen Stärken und Defiziten auch ihre Berufserfahrung als Chance für tendenziell zunehmende komplexe Aufgaben auf hoher Interventionsebene. Dabei werden zunehmend Lebensaltersstufen durch Erfahrungsstufen abgelöst. Ein Trend hin zum Teil-Arbeitsmarkt für Honorarkräfte und Teilzeitstellen ist unverkennbar. Andererseits begünstigt ein breites Spektrum möglicher Arbeitsverhältnisse bei unterschiedlichen Anforderungsprofilen in den staatlichen Organisationen, NRO der Zivilgesellschaft und Consulting-Unternehmen eine Fortführung der beruflichen Tätigkeiten.

 

Noch ist kein generelles Konzept der angesprochenen Organisationen zur Gegensteuerung der Folgen des demografischen Wandels mittel- oder langfristig erkennbar.

 

Empfehlungen an die Zielgruppe, den Verein, das Seminar für Ländliche Entwicklung, an die Organisationen und Unternehmen der Deutschen EZ/IZ sowie an das BMZ für den Umgang mit den Folgen des Struktur- und Generationenwandels werden aufgezeigt.

 

Perspektiven der ‚Generation 55plus‘ in der Entwicklungszusammenarbeit
sle2009-studie-55plus.pdf
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